Die Kleidung

 

Über die Kleidung lässt sich auf Grund der archäologischen Funde nicht viel sagen, weil die Textilien fast alle zerfallen sind. In Hochdorf blieb ein Hut aus Birkenrinde erhalten, dessen Form von Plastiken bekannt ist, dazu ein Paar Lederstiefel. Doch Diodoros hilft uns auch hier weiter. Wir erfahren von ihm:

"Ihre Kleidung ist erstaunlich. Sie besteht aus einem gefärbten Chiton, der in allen Farben strahlt, und Hosen, die sie Brakes nennen. Mit Schnallen befestigen sie darüber gestreifte Mäntel, im Winter aus wolligem, im Sommer aus glattem Stoff, der mit kleinen, sehr bunten Rechtecken gemustert ist."

Die Frauen-Tuniken waren länger als die Kittel der Männer. In der Mitte waren sie durch Gürtel aus Leder oder Metall oder durch Ketten zusammengehalten. Auch die Männer trugen vergoldete oder versilberte Gürtel, und in römischer Zeit hatten die Gallier oft Kapuzen an ihren Mänteln.

Die Gewänder wurden durch Fibeln aus Eisen, Bronze oder Gold und Silber zusammengehalten, die mit phantasievollen Ornamenten verziert waren. Zwischen schwer entwirrbarem Rankenwerk entdeckt man unversehens ineinander verschlungene Tierleiber oder Menschenköpfe.

kleine Gewandfibel (Kleeblattfibel)

Quelle: Keltische Mythen von Ingeborg Clarus