Charaktereigenschaften

 

Die Charaktereigenschaften der Kelten schildert Diodoros:

"Sie sind erschreckend anzusehen. Ihre Stimme klingt tief und ist ganz rauh. Bei ihren Zusammenkünften sind sie kurz von Rede, sie sprechen in Rätseln und Andeutungen. Vieles drücken sie in Übertreibungen aus, wobei sie sich selber groß darstellen, die andern aber verkleinern. Sie drohen gern, reden hochfahrend und theatralisch. Sie sind in ihrer Kombinationsgabe recht scharf und lernfähig."

Strabo nennt die Gallier "kriegswütig, hitzig und rasch beim Kampf, doch im übrigen aufrichtig und nicht bösartig. Wenn man sie reizt ... findet man sie gleich bereit zum Kampf ... Wenn man sie aber durch gütliches Zureden zu gewinnen versucht, lassen sie leicht mit sich reden, so dass sie auch für Bildung und Wissenschaften empfänglich sind ... Sie kommen infolge ihres einfachen, selbstherrlichen Wesens leicht in Massen zusammen, da sich stets die Volksgenossen gemeinsam mit solchen, denen Urecht zu geschehen scheint, entrüsten ... "

Wenn eine Lage aussichtslos erschien waren sie zum Verhandeln bereit. 

Vercingetorix, der Fürst der Arverner und Anführer der letzten Entscheidungsschlacht der vereinten Gallier gegen Caesar im Jahr 52 v. Chr. trieb seine Mannen nicht ins Verderben, sondern lieferte sich selber aus, als er eingesehen hatte, dass Alesia nicht zu halten war.

Quelle: Keltische Mythen von Ingeborg Clarus